Zum Hauptinhalt springen

Website von KI erstellen lassen: Was funktioniert — und was nicht

Stand: 4. August 2026

KI kann heute eine Website bauen — die Werkzeuge sind gut. Was sie nicht kann: entscheiden, was auf die Seite gehört. Zwei Sätze Prompt ergeben eine Seite, die aussieht wie zwei Sätze. Der Unterschied zwischen brauchbar und beliebig entsteht vorher, in dem, was hineingeht — und danach, in dem, der es freigibt.

Die Modelle im Vergleich

Nicht die Werkzeuge unterscheiden sich am stärksten, sondern die Frage, wer die Vorarbeit macht. Verglichen werden Modelle, keine Anbieter.

Drei Wege zu einer neuen Website — im Vergleich
KriteriumKI-BaukastenAgenturBetreutes Modell
Was fließt vorher rein — und wer erarbeitet esDein Prompt. Was du nicht hineinschreibst, existiert nicht.Ein Briefing, das du lieferst — meist per Fragebogen und Termin.Ein Briefing, das wir erarbeiten: aus bestehender Seite, Branche, Region.
Aufwand bei dirGering am Anfang, hoch beim Nacharbeiten.Hoch: Termine, Rückfragen, Freigabeschleifen.Sehr gering: Adresse eintragen, Entwurf ansehen.
Zeit bis zum ErgebnisMinuten bis zum ersten Entwurf.Wochen bis Monate.Wenige Tage bis zum fertigen Entwurf.
KostenGünstig im Abo, Zusatzkosten für Domain und Erweiterungen.Meist mehrere tausend Euro einmalig, plus Pflege.Monatlich, ohne Vorkasse — bezahlt wird ab Übernahme.
Wer prüft den InhaltNiemand außer dir.Ein Mensch aus der Agentur, meist mit dir gemeinsam.Ein Mensch bei uns, bevor du den Entwurf überhaupt siehst.
Wer merkt es, wenn etwas Falsches dastehtDu — im besten Fall vor deinen Kunden.Die Agentur, sofern es im Freigabeprozess auffällt.Wir, im Freigabeschritt vor der Auslieferung.
Pflege danachDu selbst, im jeweiligen Baukasten.Auf Zuruf, oft gegen Stundensatz.Enthalten; kleine Änderungen machst du selbst.
Rechtliches (Impressum, Datenschutz, Kennzeichnung)Generator-Texte, Pflege liegt bei dir.Meist vorbereitet, rechtliche Prüfung bleibt deine Sache.Vorbereitet und mitgepflegt; anwaltliche Prüfung bleibt deine Sache.

Häufige Fragen

Reicht ein wirklich guter Prompt nicht aus?
Ein guter Prompt hilft deutlich, ersetzt aber nicht das Wissen, das in ihn hineingehört. Wer genau weiß, wen er erreichen will, wonach diese Menschen suchen und was rechtlich nötig ist, kann damit weit kommen. Nur ist genau dieses Wissen die eigentliche Arbeit — der Prompt ist die Form, nicht der Inhalt.
Erkennt man einer Website an, dass KI im Spiel war?
Nicht an der Technik, aber oft am Inhalt. Auffällig wird es, wenn eine Seite über jeden Betrieb der Branche handeln könnte: viele glatte Sätze, keine konkreten Angaben, keine echten Bilder. Wo Substanz eingeflossen ist und jemand geprüft hat, fällt es nicht auf.
Ist es erlaubt, eine Website mit KI zu erstellen?
Ja. Es gibt keine Vorschrift, die den Einsatz von KI beim Bau einer Website verbietet. Kennzeichnungspflichten betreffen bestimmte Inhalte, vor allem künstlich erzeugte Bilder — nicht das Werkzeug, mit dem eine Seite gebaut wurde.
Muss ich KI-Inhalte auf meiner Website kennzeichnen?
Bei künstlich erzeugten oder wesentlich veränderten Bildern ja. Die Prüffrage ist nicht, ob KI beteiligt war, sondern ob das Bild noch zeigt, was tatsächlich war. Ein bearbeitetes echtes Foto ist unkritisch; ein erzeugter Innenraum, der als deine Räume gelesen wird, ist es nicht. Bei Texten ist die Lage entspannter, solange ein Mensch verantwortet, was dort steht.
Rankt eine mit KI gebaute Website bei Google?
Sie kann es. Suchmaschinen bewerten den Nutzen für Suchende, nicht die Entstehung. Was nicht funktioniert, ist austauschbarer Text in Masse — der rankte allerdings auch vorher nicht.
Was passiert, wenn die KI etwas Falsches schreibt?
Verantwortlich ist immer der Betreiber der Website, nie das Werkzeug. Deshalb prüfen wir jeden Entwurf, bevor er ausgeliefert wird — und deshalb halten wir einen Prozess ohne diesen Schritt für fahrlässig, egal wie gut die Werkzeuge werden.
Muss ich euch dann doch etwas liefern?
Nein. Wir brauchen deine Adresse, alles Weitere holen wir uns aus dem, was öffentlich vorhanden ist. Wenn etwas Wichtiges fehlt, fragen wir kurz per E-Mail — statt dir einen Fragebogen zu schicken.